Auch für Monika ist es die erste Wallfahrt nach Rom. „Ich wünsche mir, dass ich Kraft und Hoffnung schöpfen kann für ein neues Leben", sagt sie. Sie ist gespannt auf die Reise und die Erlebnisse in der Ewigen Stadt. Froh ist sie, dass es das Gasthaus in Recklinghausen gibt. „Die Einrichtung gibt mir Hilfestellung für mein Leben und Geborgenheit", lobt sie die Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in besonderer Weise um Menschen am Rand der Gesellschaft kümmern.

Rund 30 Jahre ist es her, dass Olaf Schweda in Rom unterwegs war. Er hat zum Vortreffen Fotos aus früheren Zeiten mitgebracht, die ihn zum Beispiel am Petersdom zeigen. „Ich fahre mit, weil ich zeigen will, dass ich meinen christlichen Glauben habe. Und ich will unserem Pfarrer den Rücken stärken, der eine tolle Arbeit im Gasthaus macht", sagt er mit Vehemenz. Viele negative Erfahrungen habe er leider machen müssen, wenn er erzählt habe, dass er Christ sei. „Aber ich kämpfe den guten Kampf des Glauben", betont er.

„Wir haben Menschen aus unserem Haus angesprochen, die beispielsweise an den Obdachlosenwallfahrten, die wir auf Nordrhein-Westfalen-Ebene organisieren, teilgenommen haben", erklärt Ernsting. Die sieben Teilnehmer fahren nicht nur für sich, sondern symbolisch auch für die anderen Menschen des Gasthauses. Deutlich werde bei dieser Fahrt, dass die Kirche eine Kirche aller Menschen sei, „auch für die, die es oft innerkirchlich auch nicht leicht haben und für die es wenig Angebotsraum gibt", so Ernsting.  „Es ist gut, dass wir eine Kirche erfahren dürfen, die nah am Evangelium ist. Es ist gut, dass Papst Franziskus sein Augenmerk noch einmal explizit auf die Menschen richtet, denen es nicht so gut geht."