2016 - Jahr der Barmherzigkeit

Barmherzigkeit konkret an der Gastkirche

1. Wir sagen „nein" zu einer konfessionellen Einengung und einer Ökumene des „status quo".

Wir sagen „ja" zu ökumenischer Weite, die auch in der Eucharistie und im Abendmahl Stärkung erfährt, sowie zu einer abrahamitischen Ökumene, die sich der gemeinsamen Wurzeln bewusst ist und daher zutiefst die Verbundenheit sucht.

2. Wir sagen „nein" zu einer reichen Kirche, welche sich durch Kapitalanhäufung und Intransparenz im Vermögensbereich von einer Glaubensgemeinschaft entfernt.

Wir sagen „ja" zu einer einfachen und schlichten kirchlichen Existenz, die in großer Solidarität zu den Christen und Menschen hin lebt, denen das Lebensnotwendige fehlt. In der Kirche muss sich die „Eine Welt" abbilden.

3. Wir sagen „nein" zu einem Ausschluss von Gläubigen aufgrund ihrer Lebensweise, ihrer Einstellung, ihrer geschlechtlichen Orientierung oder ihrer sonstigen biographischen Gegebenheiten.

Wir sagen „ja" zu einer Barmherzigkeit, die den Anderen annimmt und aufnimmt auf Augenhöhe und bedingungslos akzeptiert – kurz: einer Kirche, die offen ist und zwar von der Basis bis zur oberen Dienstebene.

4. Wir sagen „nein" zu einer Hierarchie, die nicht dient – auch in ihren Verwaltungsstrukturen.

Wir sagen „ja" zu allen „Hirten", die den Geruch der „Schafe" wahrnehmen und tragen sowie zu allen Strukturen, die sich im Dienst am Glaubensleben der Gemeinden und der Gläubigen orientieren.

5. Wir sagen „nein" zu einer „verkopften" Theologie sowie zu kirchenrechtlichen und dogmatischen Verlautbarungen, welche viele Menschen nicht mehr nachvollziehen können.

Wir sagen „ja" zu einer Rück- und Neubesinnung auf unsere biblischen Ursprünge.

Wir sagen „ja" zu mehr Gottvertrauen.