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Auswertung der UMFRAGE

Auswertung der Umfrage „Gastkirche/Gasthaus“

                                                (Umfrage Oktober 2020)

1. Auswirkungen von Corona auf den Glauben verneint über die Hälfte der Befragten. Beim Rest reicht das Spektrum von Theodizee (Wie kann Gott Leid zulassen?) bis „mehr Gottvertrauen“.

Benennungen:

Stärkung durch den Glauben,

Demut, Respekt

neue Blickrichtungen auf die biblische Botschaft

die Glaubenspraxis und das Leben in der Glaubensgemeinschaft werden eingeschränkt

Schwanken zwischen dem abwesenden, schweigenden Gott und dem Gott als tragenden letzten Grund

Blick auf Wesentliches

Vertrauen in der Krise durch Gott (2x)

Fehlen von Gemeinschaft, Fehlen der Rituale

einschneidend auf einen Teil meines praktizierten Glaubenslebens

2.Das Verhältnis zur Kirche in Corona-Zeit hat sich für über 50% nicht geändert. Ansonsten werden eine zu große Anpassung an staatliche Vorgaben, Überlagerung/Blockierung von wichtigen Themen und zu wenig Engagement der Amtskirche genannt. (u.a. Frauenfrage, Abendmahl...)

Benennungen:

Coronaregeln blockieren

Planlosigkeit der Kirchenleitung in der Krise

Kirchenschließungen sind unmöglich

Amtskirche ist abgetaucht

kein Engagement der Kirche für Alte, Kranke

positive Kreativität in vielen Gemeinden

gute Fernsehgottesdienste

nicht gekämpft, an der Seite der Schwächsten zu sein

virtuelle „Geistergottesdienste“ billige Ersatzlösung

Ermutigung für Gottesdienste in kleinen Gruppen fehlte

3.Die Wahrnehmung von Gasthaus/Gastkirche wird mit den Attributen

Offenheit, Engagement, Normalität, Respekt, Dankbarkeit und ein starkes Bemühen, die Menschen nicht allein zu lassen beschrieben.

Einzelne Personen hätten sich strengere Regeln in der Corona Zeit gewünscht.

Benennungen:

ein Ort mit dem Virus umzugehen, ohne das Leben abzuschneiden

die offene Kirche in der Coronazeit: hilfreich und wohltuend

realistischer Umgang

Durchführung des Möglichen

gut – Dasein für die Bedürftigen

engagiert

weiterhin offen und verlässlich

präsent

einen Spagat vollziehen zu müssen – bei Einbruch ehrenamtl. Engagements

im Gastbereich nicht konsequent

gut, dass es offen ist in allen Bereichen

Stelle, wo man hingehen kann

gemeinsames Singen fehlt / muss leider

Ort, der sich am ehesten um Menschen kümmert, die sonst auf der Strecke bleiben

Coronaregeln des Bistums werden nicht eingehalten

Beeinträchtigungen durch Kontaktmangel

störende Coronamaßnahmen

Fels in der Brandung

eine offene Gemeinde, die sich an Vorschriften hält

positive Artikel von Pfr. Ernsting zu Anfang der Pandemie

Abstand – muss aber sein

sehr positiv (entsprechende Hygienemaßnahmen )

als wichtig erlebt

offen, ermutigend

angemessen vorsichtig

sensibler Umgang mit Ge- und Verboten

haben sich nicht an alle Regeln gehalten, die in allen Kirchen gelten

Bemühen um Normalität

Dankbarkeit

aktuell mehr als gestörtes Verhältnis zur Gastkirche, da sich nicht an Coronavorschriften und Empfehlungen haltend (unverantwortlich)

Respekt vor Engagement

„echte“ Gottesdienste mir wichtig

4.Das Empfinden des aktuellen sonntäglichen Gottesdienstes wird von vielen hinsichtlich des Gottesdienstraumes „Gymnasialkirche“ negativ beeinflusst. („Notbehelf“) Das vertraute, Gemeinschaft stiftende Ambiente der Gastkirche fehlt. Das Hygienekonzept wird insgesamt unter den Umständen als gut und angemessen bewertet, wobei es durchaus einzelne „Ausreißer“ gibt, welche mehr oder kein Singen oder größeren Abstand erwarten. Hinsichtlich der Maskenpflicht gab es die Bandbreite von „überflüssig“, Pflichttragen bis zum Sitzplatz und „durchgängig tragen“; zweimal wird die Ausdehnung auch auf die Kommunionausteiler gefordert.

Benennungen:

angepasst an Coronazeit / der Coronasituation angemessen

gut

Ort der Gastkirche fehlt („in Blick haben der anderen“)

schwer in Kontakt zu kommen und zu bleiben

alles ok

Konzept: gute Regelung

gleiche Probleme wie andernorts: Beeinträchtigung des Lebens

vermisse Barrierefreiheit

mehr singen (leider nicht möglich)

Danke für die Gottesdienste

Gesang, Verkündigung passend auf konkreten Alltag hin

Dank für die freundliche Vermittlung des Hygienekonzepts

Konzept ok

akzeptabel und notwendig

Freiheit etwas zu singen ist mir wichtig

unwohl, da zu wenig Abstand

Reihenabstand zu gering

gern 1 Lied mehr

mehr Gesang schön

Maske überflüssig / nur bis zum Platz würde reichen

Gemeindegesang sollte entfallen

Beeinträchtigung „muss“ leider sein – wie im Leben sonst

Kommunionempfang: auch Kommunionhelfer mit Maske

auf Abstand achten beim Verlassen und Betreten

Hygienekonzept gut (man vergl. mit Bus und Einkauf)

Hygienekonzept unzufrieden; neue geistige Heimat in St. Peter

Sitzordnung ok.

Dreimal singen? Mehr summen

Mund-Naseschutz bis zum Platz sinnvoll

aktuell kein Statement, weil ich aktuell nicht zum Gottesdienst komme

5.Der sonntägliche Gottesdienst wird mit folgenden Attributen als ansprechend bewertet:

Benennungen:

Freundlichkeit

sorgfältige Auswahl der Texte und Gebete

Beteiligung der Gemeinde

verstehbare Sprache

Musik; viel Abwechslung durch unterschiedliche musik. Gruppen

Gesang

Predigten; mutmachender Charakter; hohes Niveau

Wechseln von Frau und Mann in der Verkündigung

Taizé-Gottesdienste tun gut

Aufgreifen von aktuellen Themen

Verspüren von Gottes Nähe

Unkompliziertheit

direktes Ansprechen

zukunftsfähige Leitung durch die Hauptamtlichen

die Menschen sind im Blick

Spiritualität

Aufspüren, was Jesus im Heute gesagt hätte

meditative Elemente

offene Worte zu sozialen und aktuellen Themen

freies Wort zu kircheninternen Themen

Gemeinschaft / nicht allein sein

sorgfältig ausgesuchte Texte (incl. Hochgebet)

freundliche persönliche Atmosphäre

Aufmerksamkeit aller

Abstimmung von Text und Liedern

Beteiligung

Begrüßung

Musikalische Gestaltung (Mehrfachnennung)

Beheimatung

Mitwirken der Gläubigen

nichts, weil in der Gymnasialkirche alles anders ist

frohmachende Gottesdienste in der Corona-Zeit

verstehbare Sprache

 

6.Vermisst im Gottesdienst werden :

Benennungen:

mehr Gottvertrauen

Austausch

Nähe (durch Masken verborgene) Gesichter

Kontakte

Singen ohne Angst und wie früher

mehr Menschen

durch Corona verhinderte Gemeinschaftserlebnisse

Gymnasialkirche kalt

Barrierefreiheit

Gesang kommt zu kurz

Gesang (Mehrfachnennung)

soziales Miteinander

Halleluja vor dem Evangelium

Hände geben zum Friedensgruß

„Gemütliches“ der Gastkirche

Gastkirche (Mehrfachnennung)

Miteinander nach dem Gottesdienst

intensiverer Austausch

Verweilen

abwechslungsreiche Musik

die „anderen“, die zurzeit fehlen

Kanongesang

manches noch zu klerikal; Laien nur zum Vorlesen

„saubere“ Exegese bei schwierigen Lesungstexten

eine Frau, die das Osterevangelium verliest

unbeschwerter Austausch nach dem Gottesdienst


7.   Die Inhalte von Gasthaus/Gastkirche waren nach Themenbereichen

aufgelistet und zur Bewertung von „sehr gut“ bis „ungenügend/gar nicht“

„freigegeben“. Diese Themenbereiche bzw. ihre Umsetzung werden sehr

positiv bewertet: „Glauben heute/Fragen nach Gott“, „Soziale Verantwortung  in unserer Stadt“ sowie „Weltpolitik/Eine-Welt-Gedanke/

Soziale Ungerechtigkeit“. Eher als zu wenig behandelt gesehen werden:   „Sexueller Missbrauch in Gesellschaft und Kirche“ und „Amtskirche/

Synodaler Weg/Maria 2.0“.

 

         Hier die Auflistung in den Benennungen

         Thematik                                                   ++     +     0     -       –

       1.Glaube heute / Frage nach Gott               12     6     3       -       -

       2.Soziale Verantwortung in der Stadt         18     3     -       -       -

       3.Amtskirche/Synod. Weg/Maria2.0           3     9     6       2       1

     4.Umweltschutz/ Klimafrage                          6     10   6       -       -

       5.Sex. Missbrauch in Gesellschaft+Kirche    7       3   6       3       -

       6.Weltpolitik/Eine Welt/Soz.Unrecht          12     6   1       2       -

     7.Mitarbeit im GH/Tranzparenz/ Mitver-

           antwortung                                                 3     11   5       1         -

       8.Öffentlichkeitsarbeit GK+GH                      8       5   3       -         -

 

       zusätzlich genannt wurden:    

         - Pilgern (sehr gut)

         - Feiern / Kultur / Kunst / Musik (gut)

         - Trauerangebote (sehr gut)

         - Kirche für die Stadt

         - Interreligiöse Begegnungen, Gespräche (gut)

         - Ansprache der Jugend / Zukunft der Gastkirche

        - Offen für alle Menschen (gut)

          - Öffentliche Aktionen (-)

         - Verknüpfung Gastkirche und Gasthaus (gut )

 

8.     Anliegen, Fragen, Vorschläge:

         Fast unisono werden gemeinschaftliche Veranstaltungen verschiedenster

         Art gewünscht. (gemeinsame Fahrt nach der Corona-Zeit, Besinnungs-

         tage, Feste…) Vereinzelt werden mehr Mitbeteiligung (Gemeinde-

         versammlung, Gasthausrat) sowie Gestaltung von langfristigen Zukunfts-

         perspektiven angeregt. Es wird Dank für die Fortsetzung des sozialen

         Engagements in der Corona-Zeit ausgedrückt.

         Benennungen:

         Gruppe Bibelteilen wird angeregt

         Besinnungstage

         Fahrt nach Assisi / Heiliges Land / Amsterdam

         Gewaltenteilung und Geschlechtergerechtigkeit

         Machtstrukturen der Kirche

         Gleichberechtigung der Geschlechter

         auf Ängste und Sorgen sollte mehr Rücksicht genommen werden

         solch einen Fragebogen nicht im Gottesdienst

         mehr Gemeindeversammlungen

         Einbeziehung der Gemeinde und des Gasthausrates

         Zukunft der Einrichtung

       Absetztendenzen

       gut, dass die sozialen Dienste fortgesetzt werden in Coronazeit

       Spaltung in der Gemeinde wie in der Gesellschaft

       Barrierefreier Zugang und Behindertentoilette

       lauteres Sprechen von Pfr. Ernsting

       wie erreicht der Fragebogen die, die keine Besucher sind, kein

       Internet haben

       Wie stehen die einzelnen Mitglieder der GH-Kommunität zu den

       Konzepten in Gasthaus /Gastkirche?

       Gibt es einen Notfallplan für Quarantäne oder Schließung?

       Danke

       Corona zerrt an den religiösen Wurzeln

       Grosser Respekt – gerade jetzt in der Corona-Zeit

       bei Taizégottesdienst einüben je eines mehrstimmigen Gesangs

 

     9. Die Beschreibung von von Gastkirche/Gasthaus mit drei Worten

       Benennungen:

        kritisch, offen, warmherzig

        lebensnah, ermutigend, nicht systemrelevant

         gelebter Glaube heute

         gelebte christliche Gemeinde-

         Wichtig! Fortschrittlich! Menschlich!

         Gastfreundlich – engagiert – spirituell

         Begegnung auf Augenhöhe

         menschlich – einfach – zukunftsfähig

         suchend – solidarisch – spirituell

         nah am Menschen

         Salz der Erde

         Zentrierend

         offen – sozial – christlich

         spricht Zweifelnde und Suchende an

         offen – frei von Zwang - gesellschaftskritisch

         Heimat im Glauben

         herzlich – glaubhaft – viele gute Ansätze

         Glauben- Leben – Miteinander

         offene eigene Welt

         Solidarität, Toleranz, Willkommenskultur – offene Tür für alle (meine

         Beschreibung vor Ausbruch der Corona-Pandemie, kann ich aktuell so

        nicht mehr unterschreiben)

         menschenfreundlich – mutmachend – Gott und den Menschen suchend

 

WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN* FÜR IHREN BEITRAG

 

Einige Anregungen und Beiträge wurden schon aufgegriffen. Die weitere Auswertung wird der Gasthausrat in der nächsten Zeit vornehmen. Newsletter und Homepage werden darüber informieren.