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Corona und Hunger: Weiße Flaggen als Notsignal

Was bei uns eine Gesundheits-, Ausgeh- und Kurzarbeitskrise ist, entwickelt sich in anderen Weltregionen zur Hungerkrise:

In normalen Zeiten arbeiten sie als Hausangestellte oder Wäscherinnen, als Gärtner oder Fahrer, verkaufen ihre landwirtschaftlichen oder handwerklichen Produkte auf den Märkten größerer Städte, in den Touristenzentren oder als Straßenhändler. Aber nun hat die Corona-Pandemie auch Guatemala erreicht. Wie überall wurden auch in Mittelamerika Maßnahmen beschlossen, um der Verbreiterung des Virus entgegen zu treten.Ramazzinimix

So gilt von 16.00 Uhr am Nachmittag bis um 4.00 Uhr des nächsten Tages eine Ausgangssperre und der öffentliche Busverkehr ist eingestellt worden. Die „Risiken und Nebenwirkungen“: Viele Menschen, die im sog. informellen Bereich arbeiten, ist es nicht mehr möglich, ihre Arbeitsstellen zu erreichen oder ihre Produkte auf den Märkten zu verkaufen. Die Familien sind nicht in der Lage, Lebensmittel zu kaufen.

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Corona InternationalRamazzini

Die Nachrichten über den Coronavirus und die Auswirkungen der Pandemie in den Ländern unserer Partnerprojekte ist Tag für Tag erschütternd. Besonders Brasilien, auch aufgrund des dortigen Staatspräsidenten, ist ganz stark betroffen. Aber auch für ein kleines Land wie Guatemala hat die Auswirkung fatale Folgen. Gemeinsam mit der Eine-Welt-AG des Stadtdekanates haben wir ja eine spontane Unterstützung für die Aktion „weiße (Hunger-)Tücher" im Bistum von Kardinal Ramazzini zugesagt. Bisher sind schon 1000 €uro am Gasthaus dafür zusammengekommen. In der nächsten Zeit werden wir die Soforthilfe für die Menschen in größter Not dort überweisen. Danke für den Blick über den eigenen Tellerrand und die Solidarität.

Menschen am und um den kleinen Gastkirchenturm

Seit einiger Zeit ist in der Küche des Gasthauses Frau Beate Abeln aus Herten die „rührende" Kraft. Da sie erkrankt ist, hat das für den Haushalt an der Gastkirche von jetzt auf gleich eine neue Situation gebracht. Wir wünschen Frau Abeln von Herzen, dass der Prozess der Gesundung gut verläuft.

Es ist toll, dass Renate Kellner, Ulla Plaza und Olaf Buhmann sich bereit erklärt haben in der nächsten Zeit die Küche bei uns zu führen. Einfach klasse...

Im Gastbereich war kurz Bruder Wolfgang von der Canisianer-Brüderschaft tätig. Nach einiger Zeit hat er für sich entschieden, dass er doch in einem anderen Bereich der Ordensgemeinschaft tätig werden möchte. Wir bedanken uns für sein Hiersein und Mittragen und wünschen ihm für den weiteren Weg alles Gute.

Baum der VerbundenheitBaum d Verb

In der Gastkirche rechts finden Sie vor dem Kreuzaltar einen Baum der Verbundenheit. Hier sind Sie bewusst eingeladen, an Menschen zu denken und sich mit ihnen zu verbinden, die Sie im Augenblick auf Grund der Corona-Pandemie nicht besuchen können: Freunde in Quarantäne, Familienangehörige im Krankenhaus, Oma und Opa im Altenheim... Hier ist Raum für eine Bitte, einen Dank, einen stiller Gruß, ein Gebet... Man kann gern Namenszettel mit den Vornamen der Menschen, mit denen man sich verbindet, an das kleine Bäumchen hängen. Verbundenheit trägt!

Gasthaus

Wir freuen uns über die Gäste im Gasthaus; sind wir doch in dieser Corona-Zeit noch einmal mehr zusammen gewachsen. Wir halten nach wie vor die Türen offen - im Corona-Modus. Das gute Wetter gibt uns die Möglichkeit - unter Einbeziehung des BänkeAußenbereichs im Garten - alle Gäste des Mittagstisches bei uns im Corona-Abstand unterzubringen. Zur Zeit sind zwischen 35 und 40 Personen am Tisch; am Wochenende auch mehr. Da die Gäste auch die Schutzmaßnahmen gut mittragen, ist - in aller Beschränktheit - eine gute Atmosphäre da. Bollerwagen Zusätzlich gibt es in dieser Zeit einen Essensgutschein  für den Donnerstag, unseren Ruhetag im Gasthaus. Dann kann in einem Grill oder einer Pizzeria am Außerhausverkauf ein Gericht gewählt werden. Am Freitag- und Samstagabend gehen wir in den letzten Wochen abends mit einem kleinen Wagen mit Kaffee, Suppe und Süßigkeiten zu den Aufenthaltsorten der Freunde von der Straße im Innenstadtbereich und zur „Platte" am Bahnhof. Für die Menschen, die wenig oder keine Rückzugsmöglichkeiten haben, ist diese Zeit besonders hart.