Berichte und Aktionen

Aus der Sitzung des alten und neuen Gasthausrates

am 22.11.2018 im Forum des Gasthauses von 20.00 bis 22.15 Uhr

Teilnehmer/innen: Gisela Bager, Regina Geburzi (alter Gasthausrat/GHR) Birgit Drepper-Zöpfgen, Ludger Ernsting, Sr. Judith Kohorst,Gregor Kortenjann, Petra Rhein (alter und neuer GHR) Norbert Mendla, Christiane Meermann (neuer GHR) Entschuldigt fehlt : Reinhard Hahn (alter GHR)

Nach einem geistigen Impuls durch G. Kortenjann richtet Ludger Ernsting ein Dankeswort an den alten und einen Willkommensgruß an den neuen GHR - verbunden mit der Überreichung eines kleinen Präsents.

Anschließend wird die Geschäftsordnung des GHR mit der dazu gehörenden Präambel gemeinsam durchgelesen.

In einer Vorstellungsrunde der neuen und alten GHR Mitgliederwerden – zusammengefasst - „Offenheit im Umgang“, „vielfältige Mitwirkunsgmöglichkeiten“, „Wohlfühlen in einer christlichen Gemeinschaft“ als Motivation und gleichzeitig als Erwartung für die Zukunft genannt. Dankbar wird auf die zurückliegende Zeit zurückgeschaut und gleichzeitig von den ausscheidenden Mitgliedern das Angebot der weiteren Ansprechbarkeit gemacht.

In einer Rückschau werden Themen der letzten 3 Jahre in Erinnerung gerufen, an deren Umsetzung der GHR in unterschiedlicher Weise und Umfang beteiligt war : Pfingstfeste, Adventseröffnungen, Teilnahme an City-Pastoral-Netzwerk-Veranstaltungen, Jahr der Barmherzigkeit samt „Löffelaktion“, Hütte der guten Taten, Respekttisch, Katholikentag, Woche der Brüderlichkeit mit Pankok Ausstellung, Sozialpolitische Engagements (Spielsucht, Wohnungsnot, Grundeinkommen, ..), Koordinierung der Flüchtlingsarbeit in RE, Begegnungen mit „Prominenten“ (Weihbischöfe Geerlings/ Lohmann, Minister Gabriel, MdB Schwabe, (damals noch ) Vize RP'in Feller, Stadtgang u.a. mit Bischof Genn,....

Hinsichtlich der Planung der Tage um den 1. Advent wird auf den Mitarbeiteradvent am 30.11.2018 ab 18 Uhr in Hochlar hingewiesen.

Nach einer geistlich-musikalischen Einstimmung in der Kirche ist zum Zusammensein im Pfarrsaal eingeladen.

Der Gottesdienst in St. Peter am 1. Advent soll mit vier „Verkündigungsorten“ gestaltet werden. (Moderatoren sind B. Lübbering, L. Kirchhelle (evtl. mit A. Voß), P. Rhein, sowie K. Brock und O. Schweda als Gästevertreter) Chormusikalisch wird der Gottesdienst von „Auftakt“ bzw. vom Gospelchor der Gastkirche begleitet. Anschließend ist „spontan“ zu einer Begegnung ins Gasthaus eingeladen.

Die weiteren Jubiläumsveranstaltungen: Gästetag am 26.11., Vortrag Prof. Mette am 27.11., Ehemalige hauptamtl. Mitarbeiter am 30.11. ab Nachmittag)

Die Moderation des GHR wechselt halbjährlich und die Protokollführung mit Impulsvorbereitung in jeder Sitzung.

Folgende GHR Termine werden für 2019 zunächst festgelegt:

29.01. 19.02., 08.4., 14.05., 04.06., 09.07., 03.09. (jeweils 20 Uhr).

Sie sind öffentlich.

Recklinghausen, 23.11.2018     Gregor Kortenjann (Protokoll) 

Info aus der Sitzung des Gasthausrates vom 4.6.2018

Zunächst erfolgt – im Rückblick – ein Austausch über Programmpunkte

  • Fahrradpilgern: 16 Teilnehmende, Weg war schön und gut vorbereitet

  • Katholikentag: Fazit insgesamt gut. Obwohl er etwas abseits lag, hatte der Stand viele Besucher*innen, dazu hat auch die Löffelwand beigetragen. Die neuen Flyer sind gut angekommen.

Trotz schlechter Wetterlage haben ca. 30 TN am 1.Stadtgang teilgenommen. Der 2. Stadtgang am Samstag – auch im Rahmen

der Obdachlosenwallfahrt 2018 – hatte ( bei schönem Wetter ) ca.

130 Teilnehmer/Innen.

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Katholikentag Kirchenmeile MS.jpg 3cab1923d1  

Es waren bewegende 5 Tage, die wir als Gastkirche in Münster erleben durften: Ob als Teilnehmer, als Akteure, als Auskunft gebende an unserem Info-Stand …

Das Wetter hat es - für Münsteraner Verhältnisse - ausnahmsweise gut gemeint   - ohne den bekannten Münsteraner Regen.

KatholiWir haben in einem Schwerpunkt die Münsteraner Innenstadt mit einem Stadtgang begangen, zu Orten von Friedens-impulsen oder Herausforderungen von Frieden. Bei den Stadtgängen am Donnerstag und am Samstag haben wir unter anderem die Skulptur „Der Bettler“ von Ernst Barlach, im Kreuzgang des Münsteraner Domes aufgesucht. Für Barlach zählte der Bettler, den er für die Lübecker Katharinenkirche geschaffen hat, zur Gemeinschaft der Heiligen. „Entartete Kunst“ in Nationalsozialistischer Zeit, die denen unten ganz viel Würde gab.

Eine weitere Station war das „Stadttor“ von Daniel Buren, ein Kunstobjekt der Skulpturenausstellung von 1987, das die Stadt erworben hat und heute in der Gasse vom Dom nach Lamberti zu finden ist. An diesem Stadttor, wird die Problematik von Grenzen in den Blick genommen, Grenzen die ausgrenzen oder Grenzen die offen sind. Auf dem weiteren Weg lag die Lamberti- kirche als Ort sowohl sündiger als auch heiliger Kirche. Vor mehr als 500 Jahren wurden an ihrem Turm die Leichen der Wiedertäufer in Käfigen ausgehängt. Zur Zeit des Nationalszialismus predigte Kardinal von Gahlen in dieser Kirche gegen das Verbrechen der Euthanasie.

Ein Mülleimer auf unserm weiteren Weg, dessen Inhalt uns nachdenklich machte, der Obdach-losentreff an der Clemenskirche, eine Filiale der Deutschen Bank und weitere interessante Punkte gaben uns neue Anstöße auf der Suche nach Frieden, so das Motto des Katholikentages. Neben unseren Stadtgängen gab es auf einer kleinen Bühne am Schloss ein Interview und Gedichte mit unseren Freunden von der Straße. In Lamberti haben wir mit anderen Obdachloseninitiativen aus NRW einen Gottesdienst gefeiert.

Unser Stand auf dem Markt der Möglichkeiten war immer wieder dicht umlagert. Es war schön, wie viele alte aber auch neue Bekannte den Weg dorthin fanden.

Insgesamt war es ein anregendes Treffen.

Internationale Obdachlosenwallfahrt

Die 6000 Pilger, die Papst Franziskus vom 11. bis zum 13. November 2016 zu einer Pilgerreise nach Rom eingeladen hat, haben alle etwas gemeinsam. Sie leben am Rand der Gesellschaft. Armut ist ihnen nicht fremd. Gemeinsam feiern sie vier Tage ein europäisches Festival der Freude und Barmherzigkeit. Dazu gehören Katechesen und Gottesdienste mit dem Papst ebenso wie Besichtigungen in Rom.

Unter den Teilnehmern der Wallfahrt ist auch eine zehnköpfige Gruppe der Gastkirche und des Gasthauses. Die Einrichtung in der Recklinghäuser Altstadt bietet Frauen und Männern, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gut geht, zahlreiche Hilfen an. „Zwischen 30 und 80 Menschen kommen beispielsweise zum Frühstück und / oder zum Mittagessen zu uns“, nennt Pfarrer Ludger Ernsting ein Angebot. Zudem stehen fünf Gästezimmer für Menschen in Krisensituationen bereit.Romwallfahrt Gasthaus 1

Sieben „Freunde der Straße" und drei Begleitpersonen machen sich zusammen mit insgesamt 600 deutschen Pilgern auf den Weg in die Ewige Stadt. Einer von ihnen ist Thorsten. Er hat bereits drei Mal an Fahrten mit der Gastkirche nach Taizé teilgenommen, aber in Rom war er noch nie. „Die Fahrt ist für mich wie ein Urlaub für die Seele. Ich freue mich darauf, an besonderen Orten in Stille zu beten und zu erfahren, dass Gott mich so liebt wie ich bin", sagt er. Schon lange kennt und schätzt Thorsten die Angebote des Gasthauses. „In den letzten Jahren ist meine Situation besser geworden, denn ich habe inzwischen eine eigene Wohnung. Aber ich komme immer wieder gern hierher", berichtet er mit Blick auf Ernsting, der die sieben Pilger gut kennt und die Gruppe begleiten wird.

Weiterlesen: Lebendige Leben

 ...Erfahrungen aus einer Hamburgreise der „Gastkirche"

Da Gastkirche und Gasthaus sich sowohl in einem diakonisch/sozialen Auftrag als auch als Citykirchenort verstehen und ein Blick über den „Tellerrand" immer Hamb 1bereichernd wirken kann, haben sich im Oktober 13 Personen (darunter der 8-köpfige Gasthausrat) für drei Tage auf den Weg nach Hamburg ge-macht.Sie haben dabei Einrichtungen besucht, welche in ähnlicher Weise arbeiten wie Gastkirche/Gasthaus und sind auf Menschen getroffen, die dem Evangelium (der frohen Botschaft) in der Stadt ein Gesicht geben.

 

Die erste Station am Nachmittag unseres Ankunftstages ist das „Ökumenische Forum Hafencity". Dieses 2002 gestartete Projekt ist beheimatet in der immer noch weiter expandierenden Hafencity. In beeindruckender Weise, getragen von 21 (!) christ-lichen Kirchen. wird hier mit einem Kapellenraum für diverse Angebote, einem Cafe mit angeschlossenem Weltladen und einer 50-köpfigen ökumenisch-orientierten Hausgemeinschaft versucht, dem Christentum in einer überwiegend säkularen Stadt ein Gesicht zu geben. Dabei tritt dieses Projekt nicht in Konkurrenz zu den be-stehenden christlichen Ortsgemeinden, sondern setzt in der äußerst mondän und futuristisch wirkenden Hafencity gewissermaßen Akzente für das, was es neben den glänzenden Wirtschafts- und Wohnfassaden auch noch gibt: Die Flüchtlinge in der unmittelbaren Nachbarschaft, die Suche nach geistiger Orientierung, das Bewusstsein für die ganze Welt, das Bedürfnis nach Gemeinschaft.

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