Berichte und Aktionen

Katholikentag Kirchenmeile MS.jpg 3cab1923d1  

Es waren bewegende 5 Tage, die wir als Gastkirche in Münster erleben durften: Ob als Teilnehmer, als Akteure, als Auskunft gebende an unserem Info-Stand …

Das Wetter hat es - für Münsteraner Verhältnisse - ausnahmsweise gut gemeint   - ohne den bekannten Münsteraner Regen.

KatholiWir haben in einem Schwerpunkt die Münsteraner Innenstadt mit einem Stadtgang begangen, zu Orten von Friedens-impulsen oder Herausforderungen von Frieden. Bei den Stadtgängen am Donnerstag und am Samstag haben wir unter anderem die Skulptur „Der Bettler“ von Ernst Barlach, im Kreuzgang des Münsteraner Domes aufgesucht. Für Barlach zählte der Bettler, den er für die Lübecker Katharinenkirche geschaffen hat, zur Gemeinschaft der Heiligen. „Entartete Kunst“ in Nationalsozialistischer Zeit, die denen unten ganz viel Würde gab.

Eine weitere Station war das „Stadttor“ von Daniel Buren, ein Kunstobjekt der Skulpturenausstellung von 1987, das die Stadt erworben hat und heute in der Gasse vom Dom nach Lamberti zu finden ist. An diesem Stadttor, wird die Problematik von Grenzen in den Blick genommen, Grenzen die ausgrenzen oder Grenzen die offen sind. Auf dem weiteren Weg lag die Lamberti- kirche als Ort sowohl sündiger als auch heiliger Kirche. Vor mehr als 500 Jahren wurden an ihrem Turm die Leichen der Wiedertäufer in Käfigen ausgehängt. Zur Zeit des Nationalszialismus predigte Kardinal von Gahlen in dieser Kirche gegen das Verbrechen der Euthanasie.

Ein Mülleimer auf unserm weiteren Weg, dessen Inhalt uns nachdenklich machte, der Obdach-losentreff an der Clemenskirche, eine Filiale der Deutschen Bank und weitere interessante Punkte gaben uns neue Anstöße auf der Suche nach Frieden, so das Motto des Katholikentages. Neben unseren Stadtgängen gab es auf einer kleinen Bühne am Schloss ein Interview und Gedichte mit unseren Freunden von der Straße. In Lamberti haben wir mit anderen Obdachloseninitiativen aus NRW einen Gottesdienst gefeiert.

Unser Stand auf dem Markt der Möglichkeiten war immer wieder dicht umlagert. Es war schön, wie viele alte aber auch neue Bekannte den Weg dorthin fanden.

Insgesamt war es ein anregendes Treffen.