Spiritualität

Gottesdienst für einen Hausgottesdienst zum Fest der Taufe Jesu 2021 – Thema: Eintauchen

wassertropf


Lied: Ich steige ein in dasLeben,                     

          steige aus, aus dem Tod.

          Ich wage Liebe zu geben,

          tauche auf aus dem Nichts.

          Ich wage Liebe zu geben,

          tauche auf aus dem Nichts.

 

Einführung:

Eintauchen ins Mittelalter

Eintauchen in eine andere Welt

Abheben und eintauchen ins Urlaubparadies

Eintauchen in fließende Klangwelten

Eintauchen in eine spannende Geschichte

Reingehen, eintauchen, wohlfühlen

Eintauchen in virtuelle Welten

Eintauchen in ferne Kulturen und Jahrhunderte

Eintauchen in die Lagunenstadt

Eintauchen in die Welt der Reichen und Schönen

Es ist schon interessant, in welchen Zusammenhängen der Begriff Eintauchen verwendet wird. Zu hören war eine Auswahl aus dem Internet. Im Lexikon habe ich gefunden: eintauchen heißt: unter die Oberfläche gelangen, ganz umgeben sein von dem, worin man eintaucht.

Jesus reiht sich heute ein bei denen, die ganz unten sind, die wieder mit sich ins Reine kommen wollen und sich deshalb von Johannes taufen lassen. Jesus taucht ganz ein in ihre Welt, wird selber einer „ganz unten“. Und er taucht ein in das Wasser der Gerechtigkeit, der Barmherzigkeit, der Liebe Gottes.

 

Gebet:

Du Gott der Hoffnung,
wir danken dir,

dass Jesus Christus gekommen ist
als Licht der Welt,
als Ziel für die Suchenden
und Wegzeichen für die Verirrten:
mit Wasser getauft,
vom Geist gesegnet,
durch deine Stimme berufen.
Lass uns auf ihn hören

und in seiner Nähe bleiben,

dass wir lernen, dir zu vertrauen

und den Himmel offen zu sehen.

Dazu hilf uns durch deinen Geist
alle Tage unseres Lebens. Amen.

 

Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 55,1-11)

So spricht Gott, der Herr:
Siehe, das ist mein Knecht, den ich stütze;
das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen.
Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Nationen das Recht.
Er schreit nicht und lärmt nicht

und lässt seine Stimme nicht auf der Gasse erschallen.
Das geknickte Rohr zerbricht er nicht
und den glimmenden Docht löscht er nicht aus;
ja, er bringt wirklich das Recht.
Er verglimmt nicht und wird nicht geknickt,
bis er auf der Erde das Recht begründet hat.
Auf seine Weisung warten die Inseln.
Ich, der HERR, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen,
ich fasse dich an der Hand.
Ich schaffe und mache dich zum Bund mit dem Volk,
zum Licht der Nationen,
um blinde Augen zu öffnen,
Gefangene aus dem Kerker zu holen
und die im Dunkel sitzen, aus der Haft.

 

Evangelium nach Markus: (Mk 1,7-1)

In jener Zeit
   trat Johannes in der Wüste auf
und verkündete:
   Nach mir kommt einer,
   der ist stärker als ich;
ich bin es nicht wert,
   mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
Ich habe euch mit Wasser getauft,
   er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa
   und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg,
   sah er, dass der Himmel aufriss
   und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
   Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

 

Credo:

Gott, lebendige, formende Kraft,

du rufst uns ins Leben jeden Tag neu

von Anbeginn an -

an dich glauben wir.

 

Jesus, im Abseits geborenes Kind,

du kennst unser Leben.

Sohn einer Verachteten,

Bruder aller Schwachen -

auf dich schauen wir.

 

Geist, pulsierender, verwegener Herzschlag,

du drängst uns zum Leben.

Ohnmächtige stehen auf,

der Tod stirbt alle Tage neu –

auf dich warten wir.

 

Gemeinschaft, vielfältiger, bewegter Raum,

du beschenkst unser Leben mit Liebe und Vergebung,

mit Aufgaben und Erfüllung

heute und morgen –

in dir leben wir. Amen.

H. Rosenstock/ H. Köhler

 

Text zum Friedensgruß:

Wenn der Gesang der Engel verstummt ist,

wenn der Stern am Himmel untergegangen ist,

wenn die Könige heimgekehrt,

die Hirten mit ihrer Herde fortgezogen sind,

dann erst beginnt das Werk von Weihnachten:

Die Verlorenen finden,

die Zerbrochenen heilen,

den Hungernden zu essen geben,

die Gefangenen freilassen,

die Völker aufrichten,

den Menschen den Frieden bringen,

in den Herzen musizieren.

Dein Friede, Gott, zeige uns den Weg.

 

Im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth heißt es:

Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

 

Sie sind eingeladen, als Hausgemeinschaft Brot und Wein miteinander zu teilen.

 

Schlussgebet:    

Altes zurücklassend

und Neues beginnend

machen wir uns auf den Weg, Gott.

Wir sind nicht ohne Orientierung.

Dein Wort weist uns die Richtung.

Wir gehen nicht ohne Proviant.

Die Gaben deines Mahles sind uns Wegzehrung.

Wir bleiben nicht allein.

Menschen werden uns begleiten.

Wir halten uns an dich

und du hältst uns.

Lehre uns, dir zu vertrauen

heute und alle Tage unseres Lebens

bis in deine Ewigkeit.

Amen.

 

Schlusslied:

Herr, wir bitten, komm und segne uns

lege auf uns deinen Frieden.

Segnend halt Hände über uns,

rühr uns an mit deiner Kraft.

In die Nacht der Welt hast du uns gestellt,

deine Freude auszubreiten.

In der Traurigkeit, mitten in dem Leid, lass uns deine Boten sein.