Spiritualität

Bausteine für einen Hausgottesdienst am 7.2. 2021 – Thema: Aufrichten

Aufrichten

 

 

 

 

 

 

 

 



Lied:            Mit Jesus auf dem Weg, Weg der Hoffnung

                    Er macht uns frei, löst unsre Fesseln.

                    Kyrie eleison, Kyrie eleison.

                    Kyrie eleison, Kyrie eleison

 

Einführung:

Kopf hoch, gerader Rücken: Immer wieder ist es im Leben angesagt sich aufzurichten – auch im übertragenen Sinn. Manchmal aber geht das nicht allein. Manchmal fühlen wir uns niedergedrückt, am Boden, sehen den nächsten Schritt nicht, keinen Ausweg, keine Zukunft.

Dann ist es gut, wenn jemand da ist, der oder die uns Halt gibt, uns unterstützt, uns hilft, dass wir uns wieder aufrichten können.

 

Jesus – davon hören wir heute - nimmt schon am Beginn seines Wirkens Anteil an allen Sorgen und Ängsten von Menschen, an allem, was schwer im Magen und auf den Schultern liegt, an allem, was krank macht. Und er richtet Menschen auf, die niedergedrückt sind und werden.

Im Vertrauen darauf, dass Jesus sich auch uns zuwendet und sich um das kümmert, was Menschen unserer Zeit beugt und lähmt, wenden wir uns an ihn.

Jesus Christus, du schenkst deine heilsame Nähe.

Herr, erbarme dich.

Du trägst mit, wo sich Schere auf Menschen legt.

Christus, erbarme dich.

Du richtest auf, wo Hoffnung verbraucht ist.

Herr, erbarme dich.

 

Gebet:

Gott des Lebens,

in Jesus Christus bist hast du dich den Menschen heilsam zugewendet.

Denen, die krank waren, hat er nicht vom Sinn gepredigt,

sondern war da für sie.

Denjenigen, die scher zu tragen hatten, stand er bei.

Denen, die sich an den Rand gedrängt fühlten,

gab er neue Würde.

Blinde sollten nicht lichtlos bleiben,

Gelähmte nicht unbeweglich,

Verstummte nicht ohne Worte.

Wir bitten dich:

Richte alle auf, die niedergedrückt und am Boden sind.

Schenke uns die Kraft deines Geistes,

damit wir selber heilsam wirken

heute und alle Tage. Amen.

 

Evangelium nach Markus: (Mk 1,14-20)

In jener Zeit    ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.


Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten,
und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen,
dass sie wussten, wer er war.


In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.  

 

Text:

Auf atme

Auf, hinauf,

steh auf!

Verkrümele dich nicht!

Igele dich nicht ein!

Verstecke dich nicht!

Tür auf!

Fenster auf!

Atme!

Ohren auf!

Augen auf!

Mund auf!

Pass auf,

finde dich nicht ab.

Steh auf

duck dich nicht mehr.

Gott mutet dir

den aufrechten Gang zu.

 

Im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth heißt es:

Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

 

Sie sind eingeladen, als Hausgemeinschaft Brot und Wein miteinander zu teilen.

 

Schlussgebet:    

Aufrecht hast du uns gewollt, barmherziger Gott.

Mutig und voller Würde.

Einen geraden Rücken sollen wir haben

und einen aufrechten Gang,

weil wir deine Menschen sind.

Lass uns aus diesem Wissen Kraft schöpfen

und leben ohne Angst.

Lass uns miteinander umgehen,

wie nur durch Christus befreite Menschen es tun können –

in deiner Liebe und in deinem Frieden.

Lass uns aufstehen gegen alles,

was das Leben einschränken, behindern

oder vernichten will auf dieser Erde.

Sei täglich bei uns mit deiner heilsamen Berührung,

durch Jesus, deinen Sohn und unseren Bruder. Amen.

 

Schlusslied:

Ich steige ein in das Leben, steige aus aus dem Tod.

Ich wage, Liebe zu geben, tauche auf aus dem Nichts.

Ich wage, Liebe zu geben, tauche auf aus dem Nichts.