Stichworte

„Mission possible"

Noch nie waren die Kommunikationsmöglichkeiten der Menschen auf diesem Planeten so kom-plex und differenziert. Noch nie könnten so viele Menschen versorgt werden und sicher leben. Sollen unsere Kinder uns demnächst fra-gen: „Sagt mal, was habt ihr da gemacht? Wie konnte das sein? Die Medien voller Fastfood, die Banken voller korrupter Manager, und wo wart ihr, um Euch um die Menschen zu kümmern?“

Sollen wir dann sagen: „Wir haben das nicht gewusst. - Das war bei unseren Eltern auch schon so, wir fressen, was uns vorgekaut wird?                         Wir können nicht handeln, wir sitzen fest in unserer eigenen Brühe?" Nein. Erkennen -Entscheiden-Handeln!                                                                                                                                                                                                               Wir leben nur einmal - never give up - Lever doot as slaav - so im Nachwort des Buches „Neuland" von Martin Kolek über die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Recklinghausen soll sichere Hafenstadt werden - das ist Ziel einer Initiative des Flüchtlingskreises an der Gastkirche.

„Sichere Hafenstadt" ist eine Bewegung von Städten in Europa, die ihre Bereitschaft erklären: gerettete Flüchtlinge aus Seenot aufzunehmen.

Pfingsten und die Gastkirche

Für die frühen Christen war das Pfingstereignis – die Erfahrung mit Gottes Geist beschenkt zu sein – der Impuls, Jesu Wort und Leben nicht „im geschlossenen Kreis“ für sich zu behalten, sondern davon etwas in die Gesellschaft weiterzugeben.

Der Heilige Geist wird als Kraft und Energie verstanden, die „aufbrechen“ läßt und befreit - aus allem, was arm, abhängig, ängstlich und tödlich macht und ist.

Als Gastkirche und historischem „Pilger- und Armenspital zum Heiligen Geist“, sind wir dem Aufbruch da heraus sozusagen verpflichtet. Der Heilige Geist gilt seit früher Christenzeit als Kraft Gottes in jedem persönlich – und als Patron der Armen. Das zu feiern an Pfingsten, fällt uns an unserem Ort nicht schwer. Herzlich ist daher zum Pfingstgottesdienst mit unserem Gospelchor am Pfingstsamstag, 18 Uhr, in die Gymnasialkirche eingeladen – und zum anschließenden Fest auf dem Romero-Platz an der Gastkirche mit dem Jazzorchester Gelsenkirchen – mit brasil. Abendessen (d.h.: wir teilen das, was mitgebracht wird )

Obdachlosen-Gräberpflege der Gastkirche

 

Das Wissen darum, nach dem Tod nicht vergessen zu sein, ist für jeden Menschen etwas Elementares. Besonders für Menschen, deren Zuhause die Straße ist, die in ihrem Leben wenig wirkliche Beziehungen haben oder aufbauen konnten bzw. deren Beziehungen zerbrochen sind, hat es eine hohe Bedeutung, Menschen zu erleben, die auch nach ihrem Tod noch an sie denken.

Eine Gruppe von Ehrenamtlichen und unseren Gästen pflegt die Gräber der verstorbenen Freunde der Straße auf dem Nordfriedhof. So wird eine Gedenkkultur gepflegt, die Erin-nerungen wach hält und mitunter auch ausstrahlt. Manchmal entwickeln sich interessante Gespräche mit anderen Friedhofsbesuchern, denen auffällt, dass wir verschiedene Gräber pflegen.

Neue Mitglieder für unsere Friedhofsgruppe sind immer willkommen. Je mehr mithelfen, desto mehr verteilt sich die Arbeit und desto mehr Miteinander in der Gruppe kann sich entwickeln. Es ist auch möglich, für einzelne Gräber eine Patenschaft zu übernehmen. Wir treffen uns nach Bedarf, Terminabsprache und natürlich Witterungsbedingungen…

 

Wer Interesse hat, mitzugestalten, bitte bei Sr. Franziska (02361/23273) melden.


IMG 0412

 

In unserer Kirche, im Morgen,
wird das Wort Jesu nicht nur verkündet sondern auch gelebt.

Wird der Mensch,
jeder so, wie er ist,
geliebt.

Wird getanzt und gelacht und gefeiert.
Wird das Brot geteilt und das Leid.
Wird der Wein geteilt und die Freude.

In dieser Kirche, im Morgen,
siegen Mut und Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl
über Angst und Machtgier, Ausgrenzung und Selbstmitleid.

In dieser Kirche, im Morgen,
sind
Frau und Mann
Kind und Greis
Homo und Hetero
arm und reich
gebunden und ungebunden
zusammen und allein.

Willkommen an jedem Ort und willkommen in jeder Berufung.
Willkommen als lebendiger Widerschein von Gottes liebendem Blick.

Andrea Voß-Frick

Frauen waren die ersten Osterzeuginnen... und irgendwann in der Kirchengeschichte haben die Kirchenmänner sie zum Schweigen verurteilt. Nur eine wurde auf den Sockel gestellt: Maria. Das Zeugnis der Auferstehung macht Mut zum Aufstehen. Frauen stehen auf. Mit "Maria 2.0 " haben Frauen in der Kirche eine Initiative begründet, die nicht nur Maria vom Sockel holen und wieder in die Mitte der Gläubigen stellen will, sondern, die ganz konkret in einem offenen Brief an Papst Franziskus , die Veränderungen einfordert, die biblisch in den Evangelien in Blick auf Menschenfreundlichkeit und Frauengerechtigkeit grundgelegt sind. Das hat was Österliches...
( www.mariazweipunktnull.de )

Ökumenisches Arbeitslosen Zentrum (ÖALZ)

Das Gasthaus ist sehr eng verbunden mit dem Ökumenischen Arbeitslosen Zentrum in Recklinghausen Süd, an der Sauerbruchstr.7. Gemeinsam getragen von der evangelischen und katholischen Kirche erfahren hier Menschen in Arbeitslosigkeit Beratung und Begleitung. Insbesondere die Anträge beim Job-Center stellen für nicht wenige Mitmenschen eine Überforderung dar, zumal sich die Gesetzeslage immer wieder verändert.

Hier kann durch die Leiterin des Beratungszentrums in Einzelgesprächen oft sehr effektive Hilfe gegeben werden.

Das Ökumenische Arbeitslosen Zentrum bietet neben dem Schwerpunkt in der Beratung auch Schulungen an, die beispielsweise bei der Erstellung von Bewer-bungsunterlagen eine große Hilfe sind. Es gibt eine Austauschgruppe Betroffener. Auch wird ein Mittagstisch, sowie -in zeitlichen Abständen- ein Frühstück angeboten, da nicht wenige Besucher nur über sehr begrenzte Mittel verfügen.

Getragen wird die Einrichtung von kirchlichen und staatlichen Zuschüssen, nicht zuletzt aber auch von den Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins, die mit ihrem Beitrag und ihrer Solidarität ein festes Rückgrat des Zentrums sind. Jeder kann übrigens Mitglied werden.

Neben der direkten Arbeit mit den betroffen Menschen engagiert sich das ÖALZ auch in den politischen Raum und in die Stadtgesellschaft hinein zur Thematik der Arbeitslosigkeit. Auch wenn im Augenblick die Konjunktur in der Bundesrepublik auf Hochtouren läuft, kann durch die Kurzlebigkeit in den wirtschaftlichen Prozessen Arbeitslosigkeit plötzlich erschreckende Wirklichkeit für jemanden werden. Und dann ist es gut, dass es einen solchen Ort der Beratung und Begleitung in unserer Stadt gibt.