Stichworte

Citypastoral – Netzwerk

ckp-logo3In vielen deutschsprachigen Städten haben sich in den letzten Jahren sogenannte Citypastoralorte entwickelt bzw. wurden sie eingerichtet. An diesen Orten – mit ganz unterschiedlicher Akzentuierung – ist es ein gemeinsames Anliegen – Menschen in der Stadt – über Pfarreien und Gemeinden hinaus – anzusprechen.

In einem Netzwerk sind diese Orte miteinander verbunden, um sich auszutauschen, zu qualifizieren – und dem nachzugehen, was Religion im städtischen Kontext bedeuten kann. Die Gastkirche gehört sozusagen zu den Gründungsmitgliedern. Schon lange Jahre ist sie Mitglied des Netzwerkes Citykirchen, dem mittlerweile über 150 Orte in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz angehören.

Einmal im Jahr findet eine mehrtägige Fachtagung statt – in diesem Jahr in Bremen mit dem Titel: „Stadtluft macht frei - kreativ Kirche sein“.


TAIZÉ Taize-Kreuz

Seit vielen Jahren schon gibt es eine Verbindung der Gastkirche mit Taizé. In den letzten Jahren hat sich eingespielt, dass wir zweimal im Jahr diesen besonderen Ort aufsuchen. Taizé ist nur ein kleines burgundische Dorf - und hat doch eine große Ausstrahlungskraft. Frère Roger Schutz, ein Schweizer, reformierter Christ, war die charismatische Gründungsgestalt. Er war bewegt vom Gedanken der Versöhnung unter den Menschen, was mit seinen Erfahrungen der Weltkriegssituation zu tun hatte. Auf diesem Hintergrund gründete er eine ökumenische Mönchsgemeinschaft, die schon bald Jugendliche aus ganz Europa anzog. Bis heute gilt in Taizé die Option für die Jugendlichen; Erwachsene sind nur in kleinerer Zahl zugelassen und haben ein eigenes Programm. Dreimal am Tag kommen alle Besucher Taizés mit den Brüdern zum Gebet zusammen. Die Gottesdienste sind sehr meditativ gestaltet und einfach, um niemanden auszuschließen. Charakteristisch sind die Elemente der Gesänge von Taizé, der Stille und des biblischen Wortes. Die Brüder von Taizé möchten keine eigene Spiritualitätsgruppe eröffnen, sondern laden ein, sich je in den Gemeinden vor Ort einzubringen: liturgisch und diakonisch im Dienst an den Armen. Das Versöhnungsanliegen lässt nach wie vor junge Menschen aus allen christlichen Konfessionen, auch Nichtchristen, und allen Nationen dort miteinander sprechen, beten und - im Geiste der Grundidee von Taizé - aktiv werden.

Förderverein „Solidarisches Handeln Gasthaus e.V.“

Der Förderverein ist Gemeinnützig und übernimmt einen Teil der anfallenden Personalkosten des Gasthauses. Er ist Rechtsträger des „Weltladens“ an der Steinstraße. Er führt jährlich die Aktionen „Urlaubscent“ und „Weihnachtszehnter“ durch, mit denen Entwicklungsprojekte unterstützt werden, zu denen wir als Gastkirche einen direkten Bezug haben. Außerdem finanziert der Förderverein durchgängig die Arbeit eines Kinderernährungs-zentrums in Progreso (Honduras) mit. Der Förderverein hat zur Zeit 115 Mitglieder und ist ein starkes Rückgrat in der Arbeit der Gastkirche.

Pilgern

pilg1Über 300.000 Menschen sind im zurückliegenden Jahr 2017 nach Santiago de Com-postela gepilgert. Freilich hat das Pilgern heute vielfache Ausdrucksweisen; per Fahrrad, per Bus, per Esel... –allerdings gehen nach wie vor die meisten Pilger den traditionellen Pilgerweg nach Santiago mit ihren eigenen Füßen.
Santiago ist neben Rom und Jerusalem eines der drei großen christlichen Pilgerziele. In den letzten Jahrzehnten ist es sehr populär geworden. Vielleicht verbindet sich die Suche des Menschen heute nach Spiritualität mit der neuen Pilgerbewegung. Im Mittelalter war die Gastkirche auch selbst Ziel von Pilgern, wurden doch manche von der Madonna in der Kirche angesprochen. Auch gibt es mittelalterliche Pilgerberichte, dass Pilger auf dem Weg nach Aachen und Trier hier untergekommen sind. ( Pilger- und Armenspital zum Heiligen Geist in Recklinghausen ) Die Gastkirche ist mittlerweile auch wieder Ort für verschiedenste Pilgerunternehmungen und Angebote. Auch den traditionellen Pilgerausweis kann man hier bekommen. Weit über 100 Pilger/Innen machen sich in jedem Jahr im Rahmen des Gasthauses auf Pilgerwege. Alle dürfen sich begleitet wissen vom Wunsch für einen "buen camino!" - einen guten Weg!

Musik an der Gastkirche

26 musikalisch talentierte Mitmenschen gestalten das musikalische Leben an der Gastkirche. Ob Saxophon, Geige, Flöte oder Klavier, Trompete oder Gitarre... eine erfrischende Fülle begegnet uns in den Musikanten, die dann und wann oder regel-mäßig das musikalische Leben an der Gastkirche - vor allem auch in den Gottes-diensten - mitgestalten. Das ist ein echter Schatz. Daneben sind auch verschiedene Chorgruppen mit der Gastkirche verbunden:

der Gospelchor „Spirit of joy" ist Teil der Gastkirche, allein schon durch seine lange Geschichte an die-sem Ort.

Noch nicht so lange gibt es das offene Chorprojekt C(h)or-can von Menschen mit und ohne Behinderung. Der Chor ist eine echte Bereicherung bei uns.

Sodann ist für die Gesangsgruppe „Auftakt" und die Choralschola „Peregrinos" die Gastkirche ein fester Ort. Ungefähr drei bis viermal im Halbjahr laden die Solidari-tätskonzerte in die Gastkirche ein - oft mit Künstlern auch von außerhalb. Übrigens, wer Lust hat, sich musikalisch oder stimmlich einzubringen: einfach melden.