Stichworte

fsjlerFSJ (Freiwilliges Soziales Jahr)

An der Gastkirche hat es über lange Jahre Zivildienstleistende gegeben, die die Arbeit an der Heilige-Geist-Str. 7 mit unterstützt  und das All-tagsleben im Hause mitgetragen haben. Seit eini-gen Jahren sind die Zivildienstleistenden von jungen Menschen abgelöst, die ein freiwilliges soziales Jahr hier leisten. Oft sind es Schüler, die nach dem Abschluss der Schule und vor Beginn einer Ausbildung oder der Aufnahme eines Studiums sich sozial engagieren möchten. Sie erhalten in dieser Zeit ein Taschengeld, werden begleitet am Ort und reflektieren in FSJ-Schulungswochen zwischendurch immer wieder auch ihre Lebenssituation und ihr Tun.

Bei uns an der Gastkirche beginnt jeweils zum 1. September ein junger Mensch bis zum 31. August des folgenden Jahres seine Engagement Zeit. Im Augenblick ist Johannes Bücking, der aus Marl stammt, an der Gastkirche tätig. Ab September wird Felix Gietl aus Recklinghausen seine Nachfolge antreten. Es ist schön, dass junge Menschen sich in dieser Weise engagieren und einbringen. An unserem Ort tun sie der Hausgemeinschaft und den Gästen gut. Nicht nur, weil sie organisatorisch vieles leisten, sondern auch als junge Gesichter mit Ideen und Leben. Viele ehemalige FSJ’ler kommen immer mal wieder vorbei und sind uns nach wie vor verbunden. So eine FSJ-Zeit ist schon eine besondere Zeit...

Second-hand-shop – Jacke, Hose und mehr…  second hand a

An der Dortmunder Str. 122 B gibt es eine kleine „Filiale“ der Gastkirche: ein Second-hand-shop. Es ist nicht ein Second-hand-shop in unserer Stadt, wie es viele gibt. Wodurch unter-scheidet sich unser Ort? Zunächst ist er entstanden aus einer ökumenischen Initiative, die auch heute in der Mitarbeiterschaft so lebendig ist: die evangelische Johannesgemeinde, die katho-lische Petrus Canisius Gemeinde und das Gasthaus haben diesen „Laden“ initiiert. Er unterscheidet sich aber noch ein bisschen mehr, denn er ist auch gleichzeitig ein Stadtteil-Treff - direkt neben der Bushaltestelle an der Dortmunder Str. 122 B. Men-schen kommen, um sich zu unterhalten, sich zu treffen … - ein Ort der Begegnung.

Second-hand-Ware dient einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen dieser Erde. Unser Laden ist somit auch ein Zeichen gegen jede „Weg-Werf-Unkultur“. Nachhaltigkeit wird durch diesen Ort geprägt. Gleichzeitig ermöglichen die ganz geringen (manchmal eher symbolischen) Geldbeträge für die gut erhal-tenen Kleidungsstücke, eine wesentliche Entlastung für die Haushalts-Portemonnaies in unserer Stadt, die nicht so gut ausgestattet sind. Der Shop ist eine „Sozialstelle“ für nicht wenige Menschen, übrigens nicht nur aus dem Recklinghäuser Osten. Getragen wird das alles von einem lebendigen Team unter der Leitung von Frau Angelika Bergmann und der Geschäftsführung von Herrn Josef Beckmann. Die vielen Ehrenamtlichen geben besonders diesem wichtigen Ort in unserer Stadt ein Gesicht. Demnächst möchten wir den sozialen Akzent mit dem „Treffpunkt-Charakter“ noch ein Stück stärker unterstreichen und diesen Bereich auch durch ein verstärktes Angebot im Bereich sozialer Beratung noch ausbauen: der Second-hand-Laden ein starkes Stadtteilstück im Osten und der Gastkirche.

PfingstenPfingsten

50 Tage nach Ostern feiern Christen das Pfingstfest. Mit ihm verbindet sich der Zuspruch des Heiligen Geistes für die Menschen, die dem Geist Gottes vertrauen - und gleichzeitig ist es der Gründungsfeiertag der Gemeinschaft Begeisterter für Jesu Botschaft. Der Evangelist Lukas be-richtet in der Apostelgeschichte davon, dass nach dem ängstlichen Rückzug der Freunde Jesu angesichts seines Endes und Todes am Kreuz, ein neuer und anderer Geist plötzlich den Freun-deskreis Jesu "ergreift". Die Freunde Jesu wagen sich mit der Botschaft des Evangeliums nach Außen und finden - aus der Kraft des Heiligen Geistes - den Mut das Evangelium in die Welt zu bringen. Der "Heilige Geist" hat es manchmal schwerer, da er/sie nicht so greifbar ist. In den Zeugnissen der frühen biblischen Schriften ist er der "Patron der Armen". Daher wurden mittel-alterlich die Pilger- und Armenspitäler dem "Heiligen Geist" geweiht.

Auch unser Gasthaus und unsere Gastkirche in Recklinghausen. In der ältesten Urkunde unseres Ortes von 1403 ist vom "hilligen Gestes huse" die Rede. 50 Tage nach Ostern feiern wir an der Gastkirche das Pfingstfest: beginnend mit einem Gottesdienst in der Gymna-sialkirche und anschließend weiter in der offenen Begegnung auf dem kleinen Platz an der Gastkirche, Heilige-Geist-Strasse7: Herzlich willkommen. Es ist Grund zur Feier.

Der Heilige Geist stellt uns bis heute an die Seite der Armen und er mag uns die Beweglichkeit und Lebendigkeit immer wieder schenken, die dem Geist des Evangeliums Gestalt gibt in unserer Zeit.

Citypastoral – Netzwerk

ckp-logo3In vielen deutschsprachigen Städten haben sich in den letzten Jahren sogenannte Citypastoralorte entwickelt bzw. wurden sie eingerichtet. An diesen Orten – mit ganz unterschiedlicher Akzentuierung – ist es ein gemeinsames Anliegen – Menschen in der Stadt – über Pfarreien und Gemeinden hinaus – anzusprechen.

In einem Netzwerk sind diese Orte miteinander verbunden, um sich auszutauschen, zu qualifizieren – und dem nachzugehen, was Religion im städtischen Kontext bedeuten kann. Die Gastkirche gehört sozusagen zu den Gründungsmitgliedern. Schon lange Jahre ist sie Mitglied des Netzwerkes Citykirchen, dem mittlerweile über 150 Orte in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz angehören.

Einmal im Jahr findet eine mehrtägige Fachtagung statt – in diesem Jahr in Bremen mit dem Titel: „Stadtluft macht frei - kreativ Kirche sein“.


TAIZÉ Taize-Kreuz

Seit vielen Jahren schon gibt es eine Verbindung der Gastkirche mit Taizé. In den letzten Jahren hat sich eingespielt, dass wir zweimal im Jahr diesen besonderen Ort aufsuchen. Taizé ist nur ein kleines burgundische Dorf - und hat doch eine große Ausstrahlungskraft. Frère Roger Schutz, ein Schweizer, reformierter Christ, war die charismatische Gründungsgestalt. Er war bewegt vom Gedanken der Versöhnung unter den Menschen, was mit seinen Erfahrungen der Weltkriegssituation zu tun hatte. Auf diesem Hintergrund gründete er eine ökumenische Mönchsgemeinschaft, die schon bald Jugendliche aus ganz Europa anzog. Bis heute gilt in Taizé die Option für die Jugendlichen; Erwachsene sind nur in kleinerer Zahl zugelassen und haben ein eigenes Programm. Dreimal am Tag kommen alle Besucher Taizés mit den Brüdern zum Gebet zusammen. Die Gottesdienste sind sehr meditativ gestaltet und einfach, um niemanden auszuschließen. Charakteristisch sind die Elemente der Gesänge von Taizé, der Stille und des biblischen Wortes. Die Brüder von Taizé möchten keine eigene Spiritualitätsgruppe eröffnen, sondern laden ein, sich je in den Gemeinden vor Ort einzubringen: liturgisch und diakonisch im Dienst an den Armen. Das Versöhnungsanliegen lässt nach wie vor junge Menschen aus allen christlichen Konfessionen, auch Nichtchristen, und allen Nationen dort miteinander sprechen, beten und - im Geiste der Grundidee von Taizé - aktiv werden.