Spiritualität

Gott lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen   - 13.6.21

In den biblischen Texten des ersten Testamentes begegnet uns oft pure Lebenserfahrung und Geschichtserfahrung: das Erleben des Volkes Gottes und einzelner wird weitergegeben – angefüllt mit einer religiösen Sicht und Deutung, die sich wiederum im Erfahrungsschatz Israels gründet.

„Gott lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen“ - das begegnet uns heute in der ersten Lesung. Eine Wirklichkeit, die auch Jesus vermittelt.

Ich glaube: wir können aus unserem Alltag solche Erfahrungen auch einfließen lassen. Wie damit umgehen? Was damit tun? -

Gott, es gibt viel zu lernen von Dir und denen, die Dir vertrauten, vom Leben, vom Schicksal, von sogenannten Zufälligkeiten und unerwarteten Überraschungen. Unser Leben sucht nach Zielen, zumal wenn die Zeit verrückt spielt oder vieles anders verläuft als ich will. Wir sitzen oft dazwischen in den Ungleich-zeitigkeiten des Lebens und unserer Welt. Unser Anfang und Ende, vor allem alles dazwischen brauchen Deine Nähe zu jeder Zeit. Komm uns nahe – durch Jesus, den Menschenfreund und Gottessohn. Amen

 

Lesung: Ez. 17,22-24

„Zurückgestutzt und aufgeblüht“– könnte über dieser Schriftstelle aus dem 1. Testament stehen

 

Evangelium: Mk. 4, 26-34

 

1. Fürbitte: Sind wir nicht selten blind für das, was „wächst“: Öffne unsere Sinne

und unser Denken für Deine Gedanken und Wirkungen.

2. Fürbitte: Sind wir nicht manchmal zu ängstlich: Lass unseren Geistes-Mut wachsen und unsere Verantwortung sprechen.

3. Fürbitte: Beschneiden wir uns nicht selbst, indem wir „schön-reden“: Bekräftige das Wahr-reden und Tun Deiner Menschen und stärke dazu das Rückgrat.

4. Fürbitte: Wie ginge es uns, wenn wir als Land in der Welt nicht zu den G7 zählten? Lass uns an der Seite der kleinen Länder, der armen Staaten und der abgehängten Menschen sein.

5. Fürbitte: Wenn bei uns je die „Bäume nicht in den Himmel wachsen“, dann lass uns Dich erfahren als den Tröster und Helfer – und die Mitchristen als Tröster und Helfer.